♥ Körper-Intelligenz ♥
Aus dem Griechischen abgeleitet von Telos – Ende – bezeichnen die Telomere das Ende der linearen Chromosomen im menschlichen Organismus. Sie bestehen aus Proteinen und repetitiver DNA, das sind DNA-Bereiche im Erbgut, deren Sequenz aus sich wiederholenden Abschnitten besteht. Nach bestimmten neuesten Forschungen sollen sich die Telomere im Verlauf wiederholter Zellteilung als signifikantes Merkmal des Alterungsprozesses verkürzen. Auch verschiedene Krankheiten können direkt mit den Telomeren und ihrem Prozess in der Zelle verbunden sein. Denn die essentielle Aufgabe der Telomere besteht darin bei jeder Zellteilung die Informationen des Erbguts zu bewahren und vor dem Verlust des Erbguts zu schützen. Telomere sind also ein Indikator für das Alter einer Zelle und mit jeder Zellteilung verkürzen sich die Telomere. Über einen bestimmten Zeitraum der Verkürzung der Telomere führt dies zum Stopp der Zellteilung und kann laut Forschern wesentlich bei der Entwicklung von Erkrankungen wie Atherosklerose, Osteoporose, Diabetes Typ 2 und auch Demenz beitragen. Aber nicht nur die Genetik der Chromosomen und damit die Länge der Telomere, sondern auch Lebensstil, Umwelteinflüsse und Streß konnten als Einflussfaktoren auf die Verkürzung der Telomere identifiziert werden. Die aktuelle Forschung konzentriert sich darauf, das Potenzial der Telomere auszuschöpfen um Krankheiten und Alterungsprozesse zu verlangsamen oder zu heilen.